Laborwerte von A bis Z
Alle 121 Laborwerte verständlich erklärt — mit Referenzbereichen, Ursachen für Abweichungen und konkreten Handlungsempfehlungen. Nutzen Sie unsere kostenlosen Tools: Schnell-Check, Symptom-Finder, Einheiten-Umrechner und Laborbericht-Analyse.
121 Laborwerte
12 Kategorien
4 interaktive Tools
Referenzbereiche für Erwachsene
Die wichtigsten Laborwerte im Überblick: Die am häufigsten bestimmten Blutwerte sind Hämoglobin, Ferritin (Eisen), TSH (Schilddrüse), GPT/GOT (Leber), Kreatinin (Niere), HbA1c (Blutzucker), LDL-Cholesterin, CRP (Entzündung), Vitamin D und Vitamin B12. Auf dieser Seite finden Sie jeden wichtigen Blutwert nach Organsystem gegliedert — vom kleinen und großen Blutbild über Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte bis zu Hormonen, Vitaminen, Gerinnungsparametern und Tumormarkern. Zu jedem Wert erfahren Sie den Referenzbereich, was erhöhte oder erniedrigte Werte bedeuten können und wann Sie handeln sollten.
Redaktionshinweis: Die Inhalte dieser Seite werden von der Redaktion von selbsttests.org gepflegt und basieren auf medizinischen Leitlinien und Fachliteratur. Alle Referenzbereiche sind Richtwerte für Erwachsene — Ihr Labor gibt den konkreten Referenzbereich neben Ihrem Ergebnis an. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.
Zuletzt aktualisiert: · 121 Laborwerte · 12 Kategorien
Laborwert-Tools
Vier kostenlose Werkzeuge für die Einordnung Ihrer Blutwerte
Geben Sie Ihren Laborwert und das Ergebnis ein — Sie erhalten eine sofortige Einordnung mit Referenzbereich.
Hinweis: Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung.
Welche Laborwerte sollten Sie bei einem bestimmten Symptom prüfen lassen?
Verschiedene Labore verwenden unterschiedliche Einheiten. Rechnen Sie Ihre Werte hier um.
→
Geben Sie Ihre Laborwerte ein (ein Wert pro Zeile, z.B. „TSH 3.2" oder „GPT 45").
Alle Laborwerte nach Organsystem
Die 12 wichtigsten Organsysteme mit allen zugehörigen Laborwerten: Klicken Sie auf eine Kategorie, um alle zugehörigen Werte zu sehen. Jeder Laborwert führt zu einer ausführlichen Erklärungsseite.
Blutbild (klein und groß)
20 Werte▼Das Blutbild gibt Aufschluss über Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten und Hämoglobin. Das große Blutbild differenziert die weißen Blutkörperchen in fünf Untergruppen. Abweichungen weisen auf Anämie, Infektionen, Entzündungen oder hämatologische Erkrankungen hin.
Wann wird es bestimmt? Routinekontrolle, Müdigkeit, Infektanfälligkeit, vor Operationen. Besonders wichtig: Hämoglobin (Sauerstofftransport), Ferritin (Eisenspeicher) und Leukozyten (Immunabwehr) sind die Leitwerte.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| Hämoglobin (Hb) | Sauerstoffträger im Blut | 12–16 g/dl (w) / 14–18 g/dl (m) | Top |
| Hämatokrit | Anteil roter Zellen am Blutvolumen | 37–47 % (w) / 40–54 % (m) | |
| Erythrozyten | Rote Blutkörperchen | 4,1–5,9 Mio/µl | |
| Leukozyten | Weiße Blutkörperchen, Immunabwehr | 4.000–10.000/µl | |
| Thrombozyten | Blutplättchen, Gerinnung | 150.000–400.000/µl | |
| MCV | Mittleres Zellvolumen | 80–96 fl | |
| MCH | Hämoglobin pro Erythrozyt | 28–33 pg | |
| MCHC | Mittlere Hb-Konzentration | 33–36 g/dl | |
| RDW | Erythrozyten-Verteilungsbreite | 11,5–14,5 % | |
| Retikulozyten | Junge rote Blutkörperchen | 0,5–2,5 % | |
| Neutrophile | Bakterielle Abwehr | 1.800–7.700/µl | |
| Lymphozyten | Virusabwehr, Immungedächtnis | 1.000–4.800/µl | |
| Monozyten | Fresszellen, Gewebereparatur | 200–800/µl | |
| Eosinophile | Allergien, Parasitenabwehr | 50–500/µl | |
| Basophile | Allergiemediatoren | 0–100/µl | |
| Ferritin | Eisenspeicher-Protein | 15–150 ng/ml (w) / 30–400 ng/ml (m) | Top |
| Eisen (Serum) | Spurenelement für Blutbildung | 60–170 µg/dl | |
| Transferrin | Eisentransportprotein | 200–360 mg/dl | |
| Transferrinsättigung | Anteil eisenbeladenes Transferrin | 16–45 % | |
| Lösl. Transferrinrezeptor | Eisenmangel auf Zellebene | 1,9–4,4 mg/l |
Leberwerte
12 Werte▼Erhöhte Leberwerte wie GPT, GOT oder Gamma-GT können auf eine Fettleber (MASLD), Hepatitis, Alkoholschäden oder Medikamentennebenwirkungen hinweisen. Etwa 25 % der Deutschen haben eine nicht-alkoholische Fettleber — häufig ohne Symptome.
Wann wird es bestimmt? Check-up, Medikamentenüberwachung (z.B. Statine), Alkoholkonsum, Übergewicht. Besonders wichtig: GPT (leberspezifischster Marker), Gamma-GT (reagiert auf Alkohol und Gallenstau) und der De-Ritis-Quotient (GOT/GPT).
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| GPT (ALT) | Spezifischster Leberschaden-Marker | < 35 U/l (w) / < 50 U/l (m) | Top |
| GOT (AST) | Leber- und Muskelzellschaden | < 35 U/l (w) / < 50 U/l (m) | Top |
| Gamma-GT | Gallenwege, alkoholbedingte Schäden | < 40 U/l (w) / < 60 U/l (m) | Top |
| Alkalische Phosphatase | Knochen- und Gallenwegswert | 35–105 U/l | |
| Bilirubin gesamt | Gallenfarbstoff | < 1,2 mg/dl | |
| Bilirubin direkt | Konjugiert, Gallenstau-Marker | < 0,3 mg/dl | |
| Albumin | Wichtigstes Plasmaprotein | 3,5–5,0 g/dl | |
| Cholinesterase (CHE) | Lebersyntheseleistung | 5.300–12.900 U/l | |
| LDH | Laktatdehydrogenase, Zellschaden | < 250 U/l | |
| GLDH | Mitochondrialer Leberschaden | < 7 U/l | |
| Ammoniak | Leberversagen-Marker | < 50 µmol/l | |
| Gesamt-Eiweiß | Alle Proteine im Blut | 6,0–8,0 g/dl |
Nierenwerte
7 Werte▼Die Nieren filtern täglich rund 180 Liter Blut. Chronische Nierenerkrankungen betreffen etwa 10 % der Bevölkerung und verlaufen oft jahrelang symptomfrei.
Wann wird es bestimmt? Diabetes, Bluthochdruck, Medikamenteneinnahme (z.B. Ibuprofen), Alter >60. Besonders wichtig: Kreatinin und GFR zusammen betrachten — Kreatinin allein kann bei geringer Muskelmasse falsch normal sein.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| Kreatinin | Hauptmarker der Nierenfunktion | 0,5–0,9 mg/dl (w) / 0,7–1,2 mg/dl (m) | Top |
| GFR (eGFR) | Geschätzte Filtrationsrate | > 90 ml/min | Top |
| Harnstoff | Eiweißstoffwechsel-Abbauprodukt | 17–43 mg/dl | |
| Harnsäure | Purinabbau, Gicht-Risiko | 3,4–7,0 mg/dl | |
| Cystatin C | Alternativer GFR-Marker | 0,61–0,95 mg/l | |
| Albumin (Urin) | Frühmarker Nierenschaden | < 30 mg/l | |
| Phosphat | Mineralhomöostase, Niere | 2,5–4,5 mg/dl |
Schilddrüsenwerte
7 Werte▼TSH ist der wichtigste Screening-Parameter der Schilddrüse. Über- oder Unterfunktionen betreffen rund 10 % der Bevölkerung, Frauen 3–5x häufiger. Hashimoto-Thyreoiditis ist mit ca. 8 Millionen Betroffenen die häufigste Autoimmunerkrankung in Deutschland.
Wann wird es bestimmt? Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Haarausfall, Kinderwunsch. Besonders wichtig: TSH allein reicht als Screening — bei Auffälligkeit fT3, fT4 und Antikörper (TPO-AK, TRAK) nachbestimmen.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| TSH | Schilddrüsen-Steuerhormon | 0,27–4,2 mU/l | Top |
| fT4 | Freies Thyroxin | 0,9–1,7 ng/dl | |
| fT3 | Freies Trijodthyronin | 2,0–4,4 pg/ml | |
| TPO-Antikörper | Hashimoto-Diagnostik | < 35 IU/ml | |
| TRAK | Morbus-Basedow-Diagnostik | < 1,75 IU/l | |
| Thyreoglobulin-AK | Autoimmune Schilddrüse | < 115 IU/ml | |
| Calcitonin | C-Zell-Marker | < 5 pg/ml (w) / < 8,4 pg/ml (m) |
Herz- und Kreislaufwerte
11 Werte▼Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Troponin und BNP sind entscheidend in der Akutdiagnostik, Blutfette (LDL, HDL, Lipoprotein(a)) bestimmen das Langzeitrisiko.
Wann wird es bestimmt? Vorsorge ab 35, familiäre Belastung, Brustschmerzen, Atemnot. Besonders wichtig: LDL-Cholesterin ist der stärkste modifizierbare Risikofaktor. Lipoprotein(a) ist genetisch und sollte einmal im Leben bestimmt werden.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| Troponin T/I (hs) | Herzmuskelschaden-Marker | < 14 ng/l | Top |
| NT-proBNP | Herzinsuffizienz-Marker | < 125 pg/ml | |
| CK (Creatinkinase) | Muskel- und Herzschaden | < 190 U/l | |
| CK-MB | Herzspezifische CK | < 25 U/l | |
| LDL-Cholesterin | Atherosklerose-treibend | < 115 mg/dl | Top |
| HDL-Cholesterin | Gefäßschützend | > 40 mg/dl (m) / > 50 mg/dl (w) | |
| Gesamtcholesterin | Alle Fraktionen | < 200 mg/dl | |
| Triglyceride | Blutfette | < 150 mg/dl | |
| Lipoprotein(a) | Genetischer Risikofaktor | < 30 mg/dl | |
| Homocystein | Gefäßrisikofaktor | 5–15 µmol/l | |
| Apolipoprotein B | Atherosklerose-Marker | < 100 mg/dl |
Entzündungsmarker und Immunsystem
12 Werte▼CRP ist der Akutmarker Nr. 1, Procalcitonin unterscheidet bakterielle von viralen Infektionen. Chronisch erhöhte Entzündungswerte sind ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wann wird es bestimmt? Fieber, Infektionsverdacht, Gelenkschmerzen, Autoimmunverdacht. Besonders wichtig: CRP für akute Entzündungen, hs-CRP für kardiovaskuläres Risiko, ANA als Autoimmun-Screening.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| CRP | Akuter Entzündungsmarker | < 5 mg/l | Top |
| hs-CRP | Kardiovaskuläres Risiko | < 1 mg/l (niedrig) | |
| Blutsenkung (BSG) | Unspezifischer Marker | < 20 mm/h (w) / < 15 mm/h (m) | |
| Procalcitonin | Sepsis-Marker | < 0,1 ng/ml | |
| Interleukin-6 | Zytokin, Entzündungsmediator | < 7 pg/ml | |
| IgG | Häufigstes Immunglobulin | 700–1.600 mg/dl | |
| IgA | Schleimhautimmunität | 70–400 mg/dl | |
| IgM | Erstantwort bei Infektionen | 40–230 mg/dl | |
| IgE | Allergien und Parasiten | < 100 IU/ml | |
| ANA | Autoimmun-Screening | < 1:80 | |
| Rheumafaktor | Rheumatoide Arthritis | < 14 IU/ml | |
| Anti-CCP | RA-spezifisch | < 7 U/ml |
Blutzucker und Diabetes
6 Werte▼Etwa 8,5 Millionen Deutsche haben diagnostizierten Diabetes Typ 2, geschätzt 2 Millionen weitere sind unerkannt. HbA1c ist der Goldstandard für Diagnose und Verlaufskontrolle.
Wann wird es bestimmt? Übergewicht, familiäre Belastung, Durst/häufiges Wasserlassen, Schwangerschaft. Besonders wichtig: HbA1c zeigt den Durchschnittszucker der letzten 8–12 Wochen. HOMA-IR erkennt Insulinresistenz oft Jahre vor dem Diabetes.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| HbA1c | Langzeit-Blutzucker | < 5,7 % (normal) | Top |
| Nüchternglukose | Blutzucker morgens nüchtern | 70–100 mg/dl | |
| Insulin (nüchtern) | Insulinresistenz-Screening | 2–25 mU/l | |
| HOMA-IR | Insulinresistenz-Index | < 2,5 | |
| C-Peptid | Eigene Insulinproduktion | 0,9–7,1 ng/ml | |
| Fructosamin | Kurzzeit-Blutzucker (2–3 Wochen) | 205–285 µmol/l |
Vitamine
10 Werte▼Vitamin-D-Mangel betrifft ca. 60 % der Deutschen im Winter. B12-Mangel ist häufig bei Vegetariern, Veganern und älteren Menschen. Frühe Erkennung verhindert irreversible Nervenschäden.
Wann wird es bestimmt? Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, vegane Ernährung, wenig Sonne, Kribbeln in Händen/Füßen. Besonders wichtig: Vitamin D im Winter fast immer niedrig. Bei B12 ist Holotranscobalamin der sensitivere Frühmarker als Gesamt-B12.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| Vitamin D (25-OH) | Knochen, Immunsystem, Stimmung | 30–60 ng/ml | Top |
| Vitamin B12 | Nerven- und Blutbildung | 200–900 pg/ml | Top |
| Holotranscobalamin | Aktives B12, Frühmarker | > 50 pmol/l | |
| Methylmalonsäure | Funktioneller B12-Mangel | < 271 nmol/l | |
| Folsäure | Zellteilung, Schwangerschaft | 3–15 ng/ml | |
| Vitamin B6 | Nervenfunktion | 5–30 µg/l | |
| Vitamin B1 | Energiestoffwechsel | 28–85 µg/l | |
| Vitamin A | Sehkraft, Immunsystem, Haut | 30–80 µg/dl | |
| Vitamin E | Antioxidans, Zellschutz | 5–18 mg/l | |
| Vitamin C | Immunsystem, Kollagen | 0,6–2,0 mg/dl |
Mineralstoffe und Elektrolyte
9 Werte▼Elektrolyte wie Kalium und Calcium sind essentiell für Herzrhythmus, Muskelfunktion und Nervenleitung. Kalium außerhalb des Normalbereichs kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen.
Wann wird es bestimmt? Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Diuretika-Einnahme, einseitige Ernährung. Besonders wichtig: Kalium ist der kritischste Elektrolyt. Magnesium wird oft unterschätzt — ein Mangel kann Krämpfe, Müdigkeit und Herzrasen verursachen.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| Natrium | Hauptelektrolyt, Wasserhaushalt | 136–145 mmol/l | |
| Kalium | Herzrhythmus, Muskelfunktion | 3,6–5,0 mmol/l | Top |
| Calcium | Knochen, Muskeln, Gerinnung | 2,2–2,6 mmol/l | |
| Magnesium | Muskeln, Nerven, Herz | 0,7–1,0 mmol/l | |
| Chlorid | Säure-Basen-Haushalt | 98–107 mmol/l | |
| Zink | Immunsystem, Wundheilung | 70–120 µg/dl | |
| Selen | Schilddrüse, Antioxidans | 50–120 µg/l | |
| Kupfer | Blutbildung, Bindegewebe | 70–140 µg/dl | |
| Jod (Urin) | Schilddrüsenfunktion | 100–200 µg/l |
Hormone (ohne Schilddrüse)
12 Werte▼Hormontests am besten morgens 8–10 Uhr. Sexualhormone bei Frauen zyklusabhängig. Hormonstörungen zeigen sich oft durch unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Stimmungsschwankungen.
Wann wird es bestimmt? Zyklusstörungen, Kinderwunsch, Libidoverlust, Wechseljahre, chronische Erschöpfung. Besonders wichtig: Cortisol als Stressmarker, Testosteron bei Männern über 40, FSH/LH bei Frauen mit Zyklusstörungen.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| Cortisol (morgens) | Stresshormon, Nebennierenrinde | 5–25 µg/dl | |
| DHEA-S | Nebennierenhormon | Altersabhängig | |
| Testosteron | Sexualhormon | 3–10 ng/ml (m) | |
| SHBG | Bindungsglobulin | 20–60 nmol/l (m) | |
| Östradiol | Weibliches Sexualhormon | Zyklusabhängig | |
| Progesteron | Gelbkörperhormon | Zyklusabhängig | |
| FSH | Follikelstimulierend | Zyklusabhängig | |
| LH | Luteinisierend | Zyklusabhängig | |
| Prolaktin | Milchbildung, Fruchtbarkeit | < 25 ng/ml (w) | |
| PTH (Parathormon) | Calciumregulation | 15–65 pg/ml | |
| Aldosteron | Blutdruck, Salzhaushalt | 30–160 pg/ml | |
| IGF-1 | Wachstumshormon-Marker | Altersabhängig |
Gerinnungswerte
7 Werte▼Essentiell vor Operationen und bei Blutverdünner-Therapie. INR ist der wichtigste Wert unter Marcumar. D-Dimere schließen Thrombosen und Lungenembolien aus.
Wann wird es bestimmt? Vor OPs, Marcumar/Falithrom-Therapie, Thromboseverdacht, gehäufte Thrombosen in der Familie. Besonders wichtig: INR für Marcumar-Patienten, D-Dimere zum Ausschluss von Thrombose/Lungenembolie (hoher negativ-prädiktiver Wert).
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| Quick / INR | Gerinnungsfähigkeit | 0,85–1,15 INR | |
| aPTT | Part. Thromboplastinzeit | 25–38 s | |
| Fibrinogen | Gerinnungsfaktor | 200–400 mg/dl | |
| D-Dimere | Thrombose-Ausschluss | < 500 µg/l | |
| Antithrombin III | Natürlicher Hemmer | 80–120 % | |
| Protein C | Thrombophilie-Diagnostik | 70–140 % | |
| Protein S | Kofaktor von Protein C | 60–130 % |
Tumormarker
8 Werte▼Tumormarker eignen sich primär zur Verlaufskontrolle und Therapieüberwachung, selten zur Erstdiagnose. Ein erhöhter Marker allein ist kein Krebsbeweis — auch gutartige Erkrankungen können zu Erhöhungen führen.
Wichtig zu wissen: Tumormarker werden nicht zur Krebsvorsorge empfohlen (Ausnahme: PSA nach ärztlicher Aufklärung). Sie haben ihren Hauptnutzen in der Nachsorge und Therapieüberwachung bei bereits diagnostizierten Tumoren.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | |
|---|---|---|---|
| PSA | Prostata-Screening | < 4 ng/ml | |
| CEA | Darm, Lunge, Magen | < 5 ng/ml | |
| CA 19-9 | Pankreas, Gallengänge | < 37 U/ml | |
| CA 125 | Ovarien, Endometriose | < 35 U/ml | |
| CA 15-3 | Mammakarzinom-Verlauf | < 30 U/ml | |
| AFP | Leberzellkarzinom | < 10 ng/ml | |
| Beta-hCG | Keimzelltumore | < 5 IU/l | |
| NSE | Kleinzelliges Lungenkarzinom | < 16,3 µg/l |
Die wichtigsten Laborwerte auf einen Blick
Diese Werte werden am häufigsten bestimmt und geben den breitesten Überblick über Ihre Gesundheit.
| Laborwert | Bedeutung | Referenzbereich | Kategorie |
|---|---|---|---|
| Hämoglobin (Hb) | Sauerstoffträger im Blut | 12–16 g/dl (w) / 14–18 g/dl (m) | Blutbild (klein und groß) |
| Ferritin | Eisenspeicher-Protein | 15–150 ng/ml (w) / 30–400 ng/ml (m) | Blutbild (klein und groß) |
| GPT (ALT) | Spezifischster Leberschaden-Marker | < 35 U/l (w) / < 50 U/l (m) | Leberwerte |
| GOT (AST) | Leber- und Muskelzellschaden | < 35 U/l (w) / < 50 U/l (m) | Leberwerte |
| Gamma-GT | Gallenwege, alkoholbedingte Schäden | < 40 U/l (w) / < 60 U/l (m) | Leberwerte |
| Kreatinin | Hauptmarker der Nierenfunktion | 0,5–0,9 mg/dl (w) / 0,7–1,2 mg/dl (m) | Nierenwerte |
| GFR (eGFR) | Geschätzte Filtrationsrate | > 90 ml/min | Nierenwerte |
| TSH | Schilddrüsen-Steuerhormon | 0,27–4,2 mU/l | Schilddrüsenwerte |
| Troponin T/I (hs) | Herzmuskelschaden-Marker | < 14 ng/l | Herz- und Kreislaufwerte |
| LDL-Cholesterin | Atherosklerose-treibend | < 115 mg/dl | Herz- und Kreislaufwerte |
| CRP | Akuter Entzündungsmarker | < 5 mg/l | Entzündungsmarker und Immunsystem |
| HbA1c | Langzeit-Blutzucker | < 5,7 % (normal) | Blutzucker und Diabetes |
| Vitamin D (25-OH) | Knochen, Immunsystem, Stimmung | 30–60 ng/ml | Vitamine |
| Vitamin B12 | Nerven- und Blutbildung | 200–900 pg/ml | Vitamine |
| Kalium | Herzrhythmus, Muskelfunktion | 3,6–5,0 mmol/l | Mineralstoffe und Elektrolyte |
Laborwerte Abkürzungen erklärt
Die häufigsten Abkürzungen auf Ihrem Laborbefund — alphabetisch sortiert
| Abkürzung | Bedeutung | Kategorie |
|---|---|---|
| AFP | Alpha-Fetoprotein | Tumormarker |
| ALT / GPT | Alanin-Aminotransferase | Leber |
| ANA | Antinukleäre Antikörper | Immunsystem |
| aPTT | Aktivierte partielle Thromboplastinzeit | Gerinnung |
| AST / GOT | Aspartat-Aminotransferase | Leber |
| BSG | Blutsenkungsgeschwindigkeit | Entzündung |
| BUN | Blood Urea Nitrogen (Harnstoff) | Niere |
| CA 125 | Cancer Antigen 125 | Tumormarker |
| CA 19-9 | Carbohydrate Antigen 19-9 | Tumormarker |
| CEA | Carcinoembryonales Antigen | Tumormarker |
| CHE | Cholinesterase | Leber |
| CK | Creatinkinase | Herz / Muskel |
| CRP | C-reaktives Protein | Entzündung |
| DHEA-S | Dehydroepiandrosteron-Sulfat | Hormone |
| eGFR | Geschätzte glomeruläre Filtrationsrate | Niere |
| Ery | Erythrozyten (rote Blutkörperchen) | Blutbild |
| FSH | Follikelstimulierendes Hormon | Hormone |
| fT3 | Freies Trijodthyronin | Schilddrüse |
| fT4 | Freies Thyroxin | Schilddrüse |
| GGT / γ-GT | Gamma-Glutamyltransferase | Leber |
| GLDH | Glutamatdehydrogenase | Leber |
| GOT / AST | Glutamat-Oxalacetat-Transaminase | Leber |
| GPT / ALT | Glutamat-Pyruvat-Transaminase | Leber |
| Hb | Hämoglobin | Blutbild |
| HbA1c | Glykiertes Hämoglobin (Langzeitblutzucker) | Diabetes |
| hCG | Humanes Choriongonadotropin | Tumormarker |
| HDL | High-Density Lipoprotein | Herz-Kreislauf |
| Hkt | Hämatokrit | Blutbild |
| HOMA-IR | Homeostasis Model Assessment – Insulinresistenz | Diabetes |
| hs-CRP | Hochsensitives C-reaktives Protein | Herz-Kreislauf |
| INR | International Normalized Ratio | Gerinnung |
| LDH | Laktatdehydrogenase | Leber |
| LDL | Low-Density Lipoprotein | Herz-Kreislauf |
| Leuko | Leukozyten (weiße Blutkörperchen) | Blutbild |
| LH | Luteinisierendes Hormon | Hormone |
| Lp(a) | Lipoprotein(a) | Herz-Kreislauf |
| MCH | Mittleres korpuskuläres Hämoglobin | Blutbild |
| MCHC | Mittlere korpuskuläre Hb-Konzentration | Blutbild |
| MCV | Mittleres korpuskuläres Volumen | Blutbild |
| NSE | Neuronenspezifische Enolase | Tumormarker |
| NT-proBNP | N-terminales pro-B-Typ natriuretisches Peptid | Herz |
| PSA | Prostataspezifisches Antigen | Tumormarker |
| PTH | Parathormon | Hormone |
| RDW | Red Cell Distribution Width | Blutbild |
| SHBG | Sexualhormon-bindendes Globulin | Hormone |
| sTfR | Löslicher Transferrinrezeptor | Blutbild |
| Thrombo | Thrombozyten (Blutplättchen) | Blutbild |
| TPO-AK | Thyreoperoxidase-Antikörper | Schilddrüse |
| TRAK | TSH-Rezeptor-Antikörper | Schilddrüse |
| TSH | Thyreoidea-stimulierendes Hormon | Schilddrüse |
Welche Laborwerte bei welchen Symptomen?
Bei Müdigkeit sind die wichtigsten Laborwerte Ferritin, TSH, Vitamin B12 und Hämoglobin. Viele Patienten kommen mit einem Symptom zum Arzt und fragen sich, welche Blutwerte untersucht werden sollten. Hier finden Sie die wichtigsten Zuordnungen.
Laborwerte bei Müdigkeit: Die wichtigsten Werte sind Ferritin, TSH, Vitamin B12, Hämoglobin (Hb). Ergänzend können Vitamin D (25-OH), HbA1c sinnvoll sein.
Laborwerte bei Haarausfall: Die wichtigsten Werte sind Ferritin, TSH, Zink. Ergänzend können Vitamin D (25-OH), Testosteron sinnvoll sein.
Laborwerte bei Gewichtszunahme: Die wichtigsten Werte sind TSH, HbA1c, Insulin (nüchtern). Ergänzend können Cortisol (morgens), Testosteron sinnvoll sein.
Laborwerte bei Gelenkschmerzen: Die wichtigsten Werte sind CRP, Harnsäure, Rheumafaktor, Anti-CCP. Ergänzend können ANA, Blutsenkung (BSG) sinnvoll sein.
Laborwerte bei Hautprobleme: Die wichtigsten Werte sind Zink, Vitamin D (25-OH). Ergänzend können Ferritin, TSH, IgE sinnvoll sein.
Laborwerte bei Herzrasen: Die wichtigsten Werte sind TSH, Kalium, Magnesium. Ergänzend können Hämoglobin (Hb), Calcium, Troponin T/I (hs) sinnvoll sein.
Laborwerte bei Konzentrationsprobleme: Die wichtigsten Werte sind TSH, Ferritin, Vitamin B12. Ergänzend können Vitamin D (25-OH), HbA1c sinnvoll sein.
Laborwerte bei Muskelbeschwerden: Die wichtigsten Werte sind CK (Creatinkinase), Magnesium, Calcium, Kalium. Ergänzend können Vitamin D (25-OH) sinnvoll sein.
Laborwerte bei Verdauungsprobleme: Die wichtigsten Werte sind GPT (ALT), Gamma-GT. Ergänzend können Bilirubin gesamt, CRP, Vitamin B12 sinnvoll sein.
Laborwerte bei Infektanfälligkeit: Die wichtigsten Werte sind Vitamin D (25-OH), Leukozyten, IgG. Ergänzend können Ferritin, Zink sinnvoll sein.
Häufige Fragen zu Laborwerten
Was ist ein großes Blutbild und wann wird es gemacht?▼
Ein großes Blutbild erweitert das kleine Blutbild um eine Differenzierung der weißen Blutkörperchen in ihre fünf Untergruppen: Neutrophile, Lymphozyten, Monozyten, Eosinophile und Basophile. Es wird angefordert bei auffälligem kleinem Blutbild, Verdacht auf Infektionen, Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Leukämie.
Welche Laborwerte sollte man regelmäßig kontrollieren?▼
Für Erwachsene ohne Vorerkrankungen empfehlen Ärzte eine Basiskontrolle alle 1–3 Jahre: kleines Blutbild, Leberwerte (GOT, GPT, Gamma-GT), Nierenwerte (Kreatinin, GFR), Blutzucker (HbA1c), Blutfette (Cholesterin, LDL, HDL, Triglyceride) und Schilddrüse (TSH). Bei Risikofaktoren häufiger.
Was bedeutet es, wenn ein Laborwert außerhalb des Referenzbereichs liegt?▼
Referenzbereiche decken die Werte von 95 % der gesunden Bevölkerung ab. Ein einzelner leicht abweichender Wert ist oft kein Grund zur Sorge. Entscheidend sind: die Höhe der Abweichung, ob mehrere Werte gleichzeitig verändert sind, der zeitliche Verlauf und Ihre individuelle Krankengeschichte.
Muss ich für die Blutabnahme nüchtern sein?▼
Für Blutbild, CRP, Schilddrüse und Nierenwerte ist Nüchternheit nicht nötig. Nüchtern (8–12h ohne Nahrung) empfohlen für: Nüchternglukose, Blutfette, Insulin und Leberwerte.
Kann ich Laborwerte zu Hause testen?▼
Ja — für Vitamin D, Ferritin, TSH, Cholesterin, HbA1c, CRP und Allergien gibt es CE-zertifizierte Selbsttests per Fingerstich mit Laborauswertung. Die Genauigkeit liegt bei den meisten Tests nah an der einer venösen Blutabnahme. Mehr dazu im Heimtest-Vergleich.
Welche Laborwerte zeigen Eisenmangel an?▼
Die wichtigsten Marker sind: Ferritin (aussagekräftigster Einzelwert), Serum-Eisen, Transferrin und Transferrinsättigung. Bei gleichzeitiger Entzündung hilft der lösliche Transferrinrezeptor (sTfR). Ein Ferritin unter 15 ng/ml gilt als sicherer Eisenmangel.
GPT und GOT erhöht — was bedeutet das?▼
Beide Enzyme steigen bei Leberzellschäden an. GPT ist leberspezifischer. Häufigste Ursachen: Fettleber (MASLD), Alkohol, Medikamente, Hepatitis. Der De-Ritis-Quotient (GOT/GPT) hilft bei der Unterscheidung.
TSH erhöht, fT4 normal — was bedeutet das?▼
Subklinische Hypothyreose — betrifft 5–10 % der Bevölkerung. Häufigste Ursache: beginnende Hashimoto-Thyreoiditis. Anti-TPO-Antikörper bestimmen, Kontrolle nach 6–12 Wochen.
Welche Laborwerte sind bei Müdigkeit wichtig?▼
Die wichtigsten Werte bei Müdigkeit sind Ferritin (Eisenmangel), TSH (Schilddrüse), Vitamin B12 (Nervenfunktion), Hämoglobin (Anämie), Vitamin D und HbA1c (Diabetes). Diese sechs Werte decken die häufigsten behandelbaren Ursachen chronischer Müdigkeit ab.
Unterscheiden sich Referenzbereiche nach Alter und Geschlecht?▼
Ja. Hämoglobin ist bei Männern höher, Kreatinin steigt mit der Muskelmasse, TSH verschiebt sich im Alter leicht nach oben und in der Schwangerschaft gelten eigene Bereiche.
Unsicher über Ihre Laborwerte?
Nutzen Sie unsere kostenlosen Selbsttests und finden Sie heraus, welche Laborwerte Sie prüfen lassen sollten.
Zum Heimtest-Vergleich →