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Vitaminmangel testen: Ein hilfreicher Ratgeber

SelbstTests.org | letztes Update: 25.11.2020

Ratgeber: Vitamin-Mangel rechtzeitig erkennen und gegensteuern

Die Ernährung hat Einfluss darauf, wie fit, vital und leistungsfähig wir sind. Mit der richtigen Vitaminzufuhr lässt sich der Alltag gleich viel besser meistern. Vitamine und Mineralstoffe machen den Körper widerstandsfähiger. Auch bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung kann es durch verschiedene Faktoren zu einem Vitaminmangel kommen. In dem Fall ist es wichtig, den Mangel frühzeitig zu erkennen.

Vitamin A

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Der Stoff ist in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln wie Butter, Eier, Feldsalat, Spinat, Karotten, Paprika und Leber enthalten. Das Vitamin unterstützt die Gesundheit der Augen, Knochen, der Zähne und der Haut. Außerdem hilft das Vitamin gegen freie Radikale. Mangelerscheinungen sind selten und zeigen sich über Symptome wie verminderte Sehschärfe, Nachtblindheit, Lichtempfindlichkeit, trockene Haut, Bindehautentzündungen und rissige Fingernägel.

B-Vitamine

B-Vitamine sind am Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel beteiligt. Sie unterstützen die Blutbildung und schützen den Körper vor oxidativem Stress. Nerven, Gehirn und Muskeln benötigen eine ausreichende Menge an Vitamin B1.

Getreidekeimlinge und Getreideschalen enthalten Vitamin B1. Fehlen dem Körper langfristig B1-Vitamine, gehören neurologische Symptome zu den schwerwiegenden Folgen. Leichte Symptome sind Kreislaufstörungen, Magenschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit.

Vitamin B2 ist essenziell für die Umwandlung von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten. Der Stoff ist in tierischen Produkten und in Nüssen und Pilzen enthalten. Ein B2-Mangel zeigt sich in kleinen Rissen rund um die Augen, an der Nase, am Mundwinkel und dem Nagelbett. Weitere Symptome eines Mangels sind Sehstörungen, Blutarmut und Linsentrübungen.

Vitamin B3 unterstützt Stoffwechselvorgänge und die Gesundheit von Haut und Schleimhäuten. Der Stoff wirkt gefäßerweiternd, weshalb er auch medizinisch eingesetzt wird. Das Vitamin ist in tierischen Produkten enthalten. Ist die Haut plötzlich sehr trocken mit schuppenden Stellen, kann das ein Hinweis auf eine ungenügende Vitamin B3-Zufuhr sein.

Vitamin B5 spielt eine wichtige Rolle im bei der körperlichen Abwehr. Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel benötigen den Stoff. Das Vitamin kommt in fast allen Lebensmitteln vor. Bei einem Mangel kommt es zu trockener Haut und brüchigen Haaren.

Im Wachstumsprozess ist Vitamin B6 besonders wichtig. Es ist an eiweißumbauenden Stoffwechselvorgängen und am Aufbau von Botenstoffen zur Reizübertragung zwischen Nervenzellen beteiligt. Fast alle Lebensmittel enthalten Vitamin B6. In größeren Mengen ist es in tierischen Produkten sowie Mais, Soja und grünen Gemüse enthalten. Ein Mangel zeigt sich in Hautproblemen, Lichtempfindlichkeit, Taubheitsgefühlen an Händen und Füßen, Wachstumsstörungen, Magen-Darm-Problemen und Müdigkeit sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit.

Für die DNA- und Proteinsynthese benötigt der Körper das Vitamin B7, welches in Hülsenfrüchten, Nüssen, Eigelb, Milch und Innereien enthalten ist. Da das Vitamin auch am Aufbau von Haut, Haaren und Nägeln beteiligt ist, zeigen sich Mangelerscheinungen in dem Bereich. Weitere Anzeichen sind Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Infektanfälligkeit, Blässe und Depressionen.

Folsäure gehört ebenfalls zum Komplex der B-Vitamine. Der Stoff unterstützt den Aminosäurestoffwechsel und ist in Spinat, Hefe und Innereien enthalten. Blutarmut, häufiges Nasenbluten, Infektanfälligkeit und eine langsamere Wundheilung sind Anzeichen eines Mangels.

Vitamin B12 ist essenziell für die Zellteilung und Blutneubildung. Meeresfrüchte, Fleisch, Milchprodukte und Eier enthalten größere Mengen des B12-Vitamins. In pflanzlichen Lebensmitteln mit Ausnahme fermentierter Produkte und Bier ist der Stoff nicht enthalten. Veganerinnen und Veganer sollten langfristig Nahrungsergänzungsmittel nutzen. Der Mangel zeigt sich erst nach Jahren, wenn der körpereigene Vorrat aufgebraucht ist. Müdigkeit, Empfindungsstörungen, psychische Veränderungen, Blutarmut und Nervenstörungen gehören zu den häufigen Symptomen.

Vitamin C

Vitamin C ist in Obst und Gemüse enthalten. Das Vitamin unterstützt den Aufbau von Knochen, Zähnen und Bindegewebe. Weiterhin ist der Stoff für seine antioxidative und zellschützende Wirkung bekannt. Im Verdauungsprozess unterstützt das Vitamin die Eisenverwertung und hemmt die Bildung krebsauslösender Nitrosamine. Ein Vitamin C-Mangel zeigt sich durch Müdigkeit, Infektanfälligkeit und Leistungsschwäche. Ist der Mangel ausgeprägter, können Gelenkschmerzen, Wundheilungsstörungen und Zahnfleischbluten auftreten.

Vitamin D

Der Körper bildet Vitamin D, wenn die Haut mit Sonnenlicht in Kontakt kommt. In geringeren Mengen wird der Stoff auch über tierische Lebensmittel aufgenommen. Vitamin D ist grundlegend für die Knochenmineralisierung und die Proteinbildung. Fehlt dem Körper Vitamin D, kommt es anfangs zu unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Nervosität und Konzentrationsschwierigkeiten. Bei einem längerfristigen Mangel zeigen sich Symptome wie Gelenk- und Knochenschmerzen, abnehmende Knochenfestigkeit, Haarausfall und Sehschwäche. Tritt der Mangel bei Kindern auf, kann es zu Rachitis kommen.

Vitamin E

Vitamin E schwächt Entzündungsreaktionen ab, stärkt die Gedächtnisleistung und beugt Arterienverkalkung vor. In Kosmetika wird Vitamin E zur Minderung von Hautfältchen eingesetzt. Lebensmittel wie Eier, Butter, Pflanzenöle, Getreidekeime und Gemüsesorten enthalten den Stoff. Ein Mangel kann Symptome wie Abwehrschwäche, Durchblutungsstörungen in den Extremitäten, Muskelschwäche, Empfindungsstörungen, Tremor, Netzhauterkrankungen und den Zerfall der roten Blutkörperchen hervorrufen.

Vitamin K

Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung, verhindert Kalkablagerungen, reguliert die Zellteilung und unterstützt Reparaturprozesse im menschlichen Organismus. Grünes Blattgemüse, Eier und Leber erhalten Vitamin K. Stärkere Blutungen bei Verletzungen, Nasenbluten und blaue Flecken sind die Folge eines Mangels.

Wie wird auf Vitaminmangel getestet?

Ärztinnen und Ärzte können das Blutserum in Laboren auf Vitaminmarker untersuchen. In der Regel sind die Kosten selbst zu tragen. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Selbsttests. Diese Tests auf Vitaminmangel sind bei Apotheken und in den Onlineshops der Hersteller erhältlich. Die Bluttests für Zuhause untersuchen je nach Anbieter eine unterschiedliche Anzahl an Biomarkern. Mit einem kleinen Pieks in die Fingerkuppe wird Blut entnommen. Die Testanbieter arbeiten mit Referenzlaboren aus Deutschland zusammen.

Lykon bietet Tests auf einzelne Vitamine wie Vitamin B12 und D. Tests von Cerascreen sind ebenfalls für einzelne Vitamine erhältlich. Mit dem cerascreen Kombi-Paket Veggie behalten Vegetarierinnen und Vegetarier den eigenen Vitamin- und Nährstoffhaushalt im Blick. Weitere Kombipakete versuchen über den Vitaminhaushalt die Ursache von Kopfschmerzen und anderer Symptome zu finden.

Kiweno bietet ausschließlich Vitamin D-Tests an.

Der Vitamincheck von medivere diagnostics untersucht das Blut neben wichtigen Vitaminen auch auf den Mineralstoffhaushalt.

Auf welche Vitamine sollte man testen?

Ein Mangel an den Vitaminen B und D tritt am häufigsten auf. Ein Vitamin-D-Mangel zeigt sich vor allem in den sonnenarmen Wintermonaten. Personen, die sich seit längerer Zeit vegan oder vegetarisch ernähren, sind häufig von einem Vitamin-B-Mangel betroffen. Test auf den Vitaminhaushalt dieser beiden Stoffe können problemlos mit einem Selbsttest von zu Hause aus vorgenommen werden.

Bei komplexeren Symptomen, die auf andere Erkrankungen und Mangelerscheinungen hindeuten, sollte ein ärztlicher Rat eingeholt werden.

Was kostet ein Selbsttest auf Vitaminmangel?

Cerascreen bietet Einzeltests für knapp 30 Euro an. Die Tests von Lykon liegen bei knapp vierzig Euro. Der Vitamin D-Test von kiweno ist nur in Kombination mit einem SARS-CoV-2-Test erhältlich. Preislich liegt er bei etwa 90 Euro. Die Kombitests von cerascreen sind preisintensiver und variieren je nach Analyseumfang. Medivere diagnostics bietet einen umfangreichen Komplettest, der preislich bei etwas mehr als 130 Euro angesiedelt ist.

Bei welchen Werten liegt ein Vitamin-Mangel vor?

Raucherinnen und Raucher und Personen die regelmäßig größere Mengen Alkohol konsumieren haben einen erhöhten Vitaminbedarf. Ebenso chronisch Kranke und ältere Personen. Kinder in der Wachstumsphase und Schwangere haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf. Die Referenzwerte für die Vitaminzufuhr werden für jede Altersgruppe individuell festgelegt. Einen Überblick bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V..

Was hilft bei Vitaminmangel?

Um einen Vitaminmangel langfristig vorzubeugen, ist eine ausgewogene Ernährung unersetzlich. Die Anbieter der Selbsttests liefern eine umfangreiche Auswertung mit Tipps für eine gesunde Ernährung. Bei akuten Mangelerscheinungen können Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. In dem Fall sollte der Test später wiederholt werden, um zu sehen, ob der Mangel noch besteht.

Bei starken Mangelerscheinungen sollte ein ärztlicher Rat eingeholt werden. Möglicherweise liegt eine Erkrankung vor, die zu Vitaminmangel führen kann.

Ist Vitaminmangel dasselbe wie Nährstoffmangel?

Nährstoffe sind energiereiche Stoffe, die zur Energiegewinnung im Organismus abgebaut werden. Mineralstoffe und Vitamine sind nicht den Nährstoffen zuzuordnen. Deshalb gibt es zum Nachweis eines Nährstoffmangels separate Tests.

Fazit

Vitaminmangel kann aus unterschiedlichen Gründen auftreten. Häufig bleibt der Mangel unbemerkt, bis sich erste unspezifische Anzeichen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit und Konzentrationsstörungen zeigen. Selbsttests auf Vitaminmangel können bei der Ursachenfindung unterstützen. Bei schwerwiegenden Symptomen sollte jedoch immer ein ärztlicher Rat eingeholt werden.

Tipp: Tests von Lykon