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Vitamin-D-Test / Vitamin-D-Mangel: Der komplette Ratgeber. Erst lesen, dann handeln.

SelbstTests.org | letztes Update: 2.12.2020

Was ist Vitamin D?

Sonnenlicht ist die wichtigste Vitamin-D-Quelle. Kommt die Haut mit Sonnenlicht in Kontakt, bildet der Körper Vitamin D. Der Stoff ist eigentlich ein Hormon und unterstützt die optimale Funktionsweise des Kalzium- und Phosphatstoffwechsels.

Über tierische Lebensmittel wie Fisch und Ei wird der Stoff in kleineren Mengen aufgenommen. In den Wintermonaten kommen wir seltener mit Sonnenstrahlung in Kontakt. Ein Vitamin-D-Mangel kann sich unbemerkt entwickeln. Ist der Mangel nicht von Dauer, füllen sich die Vitamin-D-Speicher des Körpers rasch wieder auf.

In unserem Ratgeber erfährst du, wie sich Vitamin-D-Mangel erkennen und beheben lässt.

Welche Möglichkeiten zu Vitamin-D-Tests gibt es?

Informationen zum Vitamin-D-Status liefert ein Bluttest. Hausärzte und Apotheken führen die Tests üblicherweise durch. Für die Bestimmung des Vitamin-D-Werts wird Blut aus der Armbeuge oder Fingerkuppe entnommen. Finden regelmäßig Blutuntersuchungen statt, kann der Vitamin-Spiegel gleich mitbestimmt werden.

Kann man Vitamin-D-Tests auch Zuhause machen?

Wer sich den Gang zum Arzt sparen möchte, greift auf Test-Kits zurück. Der Vitamin-D-Wert kann ganz bequem von Zuhause ermittelt werden. Die Test-Kits verschiedener Anbieter sind auf dem neuesten Stand der Forschung und liefern eine Ersteinschätzung des Vitamin-D-Spiegels.

Weicht der Wert vom Soll ab, ist ein ärztlicher Test zur endgültigen Abklärung ratsam.

Welche Anbieter für Vitamin-D-Tests gibt es?

Die Test-Pakete von Lykon, cerascreen und Kiweno gehören zu den bekanntesten.

Nur ein kleiner Piekser in die Fingerspitze ist zur Blutentnahme nötig. Beim Test von Lykon gibst du eine kleine Menge deines Bluts in einen Behälter. Cerascreen arbeitet mit einer Trockenblutkarte. Die Blutprobe wird dann postalisch an ein zertifiziertes Partnerlabor gesendet.

Nachdem der Vitamin-D-Wert ermittelt wurde, erhältst du die Laborauswertung. Die Laborergebnisse kannst du unkompliziert online abrufen. Da cerascreen mit einem Teststreifen arbeitet, entfällt der Versand zum Labor. Um den Test von kiweno zu nutzen, muss die Vitamin-D-App des Unternehmens auf dem Handy installiert werden. Innerhalb von 15 Minuten erhältst du die Testauswertung direkt auf dein Handy.

Die LykonDX GmbH ist ein Berliner Start-up. Zusätzlich zu verschiedenen Gesundheitstests bietet Lykon individuelle Health-Coachings auf Basis der eigenen Blutwerte an. Hobby-Sportlerinnen und Sportler und gesundheitsbewusste Menschen haben so das eigene Wohlbefinden genau im Blick. Der Vitamin-D-Test von Lykon ist auch im Abo verfügbar.

Cerascreen gehört zum Unternehmen Diagnostische Systeme & Technologien GmbH. Das Schweriner Unternehmen ist seit etwa 10 Jahren am Markt.

Kiweno ist ein österreichisches Unternehmen, das Selbsttests für Nahrungsmittelunverträglichkeiten und den Ernährungsbereich anbietet. Die Tests liefern Anhaltspunkte, wie die Ernährung auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden kann.

Alle drei Anbieter erstellen einen fundierten Bericht mit Tipps zur Verbesserung des Vitamin-D-Levels. Nahrungsergänzungsmittel können bei Lykon und cerascreen direkt mitbestellt werden. Weitere medizinische Tests zu anderen Werten sind bei allen Unternehmen erhältlich.

Die Box des Vitamin D Tests von Lykon im Bild

Vitamin-D-Test von Lykon

Was kosten die Tests?

Das Test-Paket von cerascreen liegt preislich bei 28.30 €. Das Unternehmen bietet außerdem Kombi-Pakete mit mehreren Tests sowie Selbsttests inklusive Vitamin-D3-Präparat an.

Die Test-Kits für Zuhause von Lykon sind mit 39 € pro Test ein wenig preisintensiver. Ein unschlagbar günstiges Angebot ist das Test-Abo über einen Zeitraum von drei Monaten für 11,05 € monatlich.

So kannst du bei Mangelerscheinungen gezielt überprüfen, ob Ernährungsumstellungen und Verhaltensänderungen den gewünschten Effekt auf das Vitamin-D-Level haben. Nahrungsergänzungsmittel können direkt im Online-Shop von Lykon bestellt werden.

Die Test-Kits von kiweno kosten ebenfalls 39 €. Das österreichische Unternehmen bietet zusätzlich kombinierte Test-Kits und Selbsttests zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten an. Nahrungsergänzungsmittel sind im Online-Shop von kiweno nicht erhältlich.

Anbieter im Vergleich

Wann kann ein Test auf Vitamin D sinnvoll sein?

Unspezifische Symptome wie Müdigkeit und eine verringerte Leistungsfähigkeit können auf einen Vitamin- oder Nährstoffmangel hindeuten.

Personen mit einem stressigen und herausfordernden Alltag, Menschen, die viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, ältere Menschen und Personen mit vegetarischer oder veganer Lebensweise sind nicht selten von Mangelerscheinungen betroffen.

Ein zu hoher oder zu geringer Vitamin-D-Spiegel ist langfristig problematisch. Da sich ein Mangel eher unspezifisch zeigt, ist ein Test empfehlenswert.

Da die Vitamin-D-Konzentration saisonalen Schwankungen unterliegt, ist es sinnvoll, über einen längeren Zeitraum zu testen. So ist der Test nicht nur eine Momentaufnahme, sondern gibt konkret Auskunft über den tatsächlichen Vitamin-D-Spiegel.

Welche Symptome treten bei Vitamin-D-Mangel auf?

Eigentlich ist Vitamin D eine Hormon-Vorstufe. Der Körper kann den Stoff mithilfe von Sonnenlicht herstellen.

Vitamin D hat großen Einfluss auf unterschiedliche Abläufe im menschlichen Organismus. Es stärkt die Knochen, sorgt für ein gesundes Hautbild und wirkt regulierend auf den Blutdruck und Blutzuckerwerte.

Außerdem steigert Vitamin D die Gehirnleistung und senkt das Risiko für Nervenerkrankungen.

Betrachtet man die Wirkweise des Hormons, können eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome bei Mangel auftreten. Müdigkeit und verringerte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sind die ersten Anzeichen.

Diese unspezifischen Symptome können auch andere Ursachen haben. Langfristig zu niedrige Vitamin-D-Werte führen zu einer veränderten Knochensubstanz. Wichtige Mineralstoffe können nicht mehr in die Knochen eingebaut werden. Ein schlechteres Hautbild und brüchige Nägel mit weißen Flecken sind weitere Hinweise auf einen Vitamin-D-Mangel. Nervosität, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit können auftreten.

Vor diesem Hintergrund ist wahrscheinlich die Bezeichnung Winterdepression entstanden. Bei einem ausgeprägten und besonders langfristigen Vitamin-D-Mangel treten Knochenschwäche, Skelettdeformationen (insbesondere bei Kindern) und Muskelschwäche auf. Ein langfristiger Mangel kann Nervenerkrankungen und ungewollte Kinderlosigkeit begünstigen.

Bei welchen Werten liegt ein Vitamin-D-Mangel vor?

Der Vitamin-D-Wert wird im Blut gemessen. Dabei wird die Konzentration der Zirkulationsform 25-OH-Vitamin-D3 ermittelt.

Das Vitamin wird durch Sonnenlicht in der Haut hergestellt oder über die Nahrung aufgenommen. Anschließend wird es vom Körper in die Zirkulationsform umgewandelt, die auch Calcidiol genannt wird. In den Zellen angekommen, wird das Vitamin in die Hormonform umgewandelt. Diese wird als 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3 bezeichnet.

Gemessen wird also nur die Konzentration der Vorstufe. Für ein wenig Verwirrung sorgt, dass zwei Maßeinheiten des Vitamin-D-Werts vorliegen: ng/ml und nmol/l.

Die optimalen Werte liegen bei 50 bis 125 nmol/l oder 20 bis 50 ng/ml. Eine Unterversorgung kann der Körper über einen kürzeren Zeitraum abfedern. Diese liegt bei Werten von 30 bis 50 nmol/l oder 12 bis 20 ng/ml vor. Sind die Werte niedriger, liegt definitiv ein starker Mangel vor.

Werte ab 125 nmol/l oder 50ng/mol deuten auf eine Überversorgung hin, die für den Körper schädlich ist.

Wird ein Vitamin-D-Test von der Krankenkasse bezahlt?

Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Ermittlung des Vitamin-D-Werts bei konkretem Verdacht auf einen Mangel. Dieser liegt vor, wenn sich erste Symptome zeigen.

Idealerweise solltest du aber reagieren, bevor Symptome auftreten. Übernimmst du selbst die Kosten, ist ein ärztlicher Bluttest jederzeit möglich. Preislich liegt dieser bei 20 bis 30 €. Wer sich den Gang zum Arzt sparen möchte oder Blutabnehmen unangenehm findet, kann eine erste Einschätzung mit dem bequemen Vitamin-D-Selbsttest erhalten.

Welche Mittel helfen bei Vitamin-D-Mangel?

Zu den apothekenpflichtigen Arzneimitteln gehören Tabletten und Kapseln mit mehr als 800 i.E (20 µg). Diese sind ohne ärztliches Rezept in Apotheken erhältlich.

Für höher dosierte Präparate wird ein ärztliches Rezept benötigt. Diese hoch dosierten Präparate dürfen nur bei nachgewiesenem Mangel als Anfangstherapie zum Auffüllen der Körperspeicher verwendet werden.

Bei dauerhafter Einnahme besteht die Gefahr einer Vitamin-D-Vergiftung.

Nahrungsergänzungsmittel mit einem Vitamin-D-Gehalt bis 800 i.E. sind nicht apothekenpflichtig. Es gibt Vitamin-D-haltige Öle, Kapseln und kombinierte Vitaminpräparate.

Das unkomplizierteste Mittel gegen Vitamin-D-Mangel bleibt der Spaziergang. Durch Sonnenstrahlung bildet der Körper Vitamin D ohne Tabletten oder Ergänzungsmittel.

Was sind die Folgen einer Vitamin-D-Überdosierung?

Eine zu hohe Vitamin-D-Zufuhr ist schädlich. Eine Überdosierung durch Sonnenbaden oder falsche Ernährung ist nicht möglich.

Durch die übermäßige Einnahme von Präparaten mit zu hohem Vitamin-D-Gehalt kann es hingegen zu einer Vergiftung kommen.

Der Kalziumspiegel im Körper erhöht sich. Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Erbrechen können auftreten. Bei starker und langfristiger Überdosierung können die Nieren geschädigt werden oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Im schlimmsten Fall können Betroffene das Bewusstsein verlieren oder sterben.

Wie viel Vitamin-D sollte ich maximal pro Tag nehmen?

Liegt kein Mangel vor, ist die Einnahme von Ergänzungsmitteln und Tabletten mit Vitamin D unnötig.

Bei einem leichten Mangel während des Winters ist eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit 400 und 800 i.E. empfehlenswert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. listet Dosierungsempfehlungen für unterschiedliche Altersgruppen bei fehlender endogener Synthese auf, die ebenfalls zwischen 400 und 800 i.E. liegen.

Der Vitamin-D-Spiegel sollte regelmäßig kontrolliert werden, um die Dosierung ggf. anzupassen.

Achte darauf, keine weiteren Produkte zu dir zu nehmen, die mit Vitamin D angereichert sind. Dazu gehören beispielsweise Brausetabletten oder Multivitaminprodukte.

Bei einer zu hohen Kalziumkonzentration im Blut, Nierenfunktionsstörungen oder Nierensteinen sollte auf Vitamin-D-Präparate verzichtet werden.

Welche Empfehlungen zu Vitamin-D gibt es in Deutschland?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) äußert sich in einer Stellungnahme (Juli 2020) zu Vitamin-D-Präparaten. Der körperliche Bedarf an Vitamin D lässt sich ohne Sonneneinstrahlung mit 20 μg (= 800 i.E.) decken.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) betrachtet eine maximale tägliche Zufuhr von 100 μg (= 4.000 i.E.) für unbedenklich. Die Erkenntnisse wurden auf Basis von wissenschaftlichen Studien gewonnen.

Von der vorsorglichen Einnahme rät das BfR ab. Nur wenn ein Mangel festgestellt wurde, sind ergänzende Vitamin-D3-Präparate ernährungswissenschaftlich sinnvoll. Den gelegentlichen Verzehr höher dosierter Präparate wertet das BfR ebenfalls als unbedenklich.

Tipp: Tests von Lykon