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Nahrungsmittelunverträglichkeit Test: Der komplette Ratgeber. Erst lesen, dann handeln

SelbstTests.org | letztes Update: 25.11.2020

Hintergrund

Du isst etwas und wenig später empfindest du ein Unwohlsein. Das ist in der Regel erstmal kein Grund zur Sorge, doch treten Symptome häufiger nach dem Genuss eines bestimmten Nahrungsmittels auf, dann kann es sein, dass eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt. Welche verschiedenen Ausprägungen es gibt, welche Symptome typisch sind, wie man auf eine Unverträglichkeit testet und was man gegen eine Nahrungsmittelunverträglichkeit tun kann erfährst du in diesem Beitrag.

Welche typischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten gibt es?

Ein Nährstoffmangel wird durch einen speziellen Bluttest bestimmt, bei dem im Labor gesondert auf die entsprechenden Nährstoffe, die in Frage kommen, geachtet wird.

Der Test auf Nährstoffmangel kann entweder beim Hausarzt durch eine normale Blutabnahme geschehen oder auch im Heimtest. Dafür gibt es mittlerweile spezielle Testkits, die online bestellt werden können und deren Abwicklung relativ unkompliziert und auch anonym vonstatten gehen. Dies ist für manche Menschen ein großer Vorteil, denn du sparst Zeit und testest selbst bequem bei dir zu Hause, ohne viel Zeit in der Arztpraxis einplanen zu müssen. Für den Selbsttest stichst du dir kurz in den Finger, um ein paar Tropfen Blut zu erhalten, und schickst die erhaltene Probe sodann wie ausführlich beschrieben zum Test ins Labor.

Laktoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz kommt es nach dem Genuss von Milch oder milchhaltigen Lebensmitteln zu Beschwerden. Menschen mit einer Laktoseintoleranz mangelt es am Enzym Laktase, das für die Verwertung von Milchzucker im Körper benötigt wird. Dies führt dazu, dass Betroffene nach der Aufnahme von Milch mit Symptomen wie Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall zu kämpfen haben. Mithilfe von Laktasetabletten kann häufig etwas Abhilfe geschaffen werden, die meisten Betroffenen verzichten jedoch freiwillig auf Milchprodukte. Ist dies der Fall sollte jedoch darauf geachtet werden, das der Körper weiterhin über andere Quellen mit dem wichtigen Stoff Kalzium versorgt wird.

Fructoseintoleranz

Menschen mit einer Fructoseintoleranz haben Schwierigkeiten, natürlich in Obst enthaltenen Fruchtzucker zu verarbeiten. Deswegen ist diese Intoleranz auch als Fruchtzuckerunverträglichkeit bekannt. Fructose ist ein ganz natürlicher Bestandteil von Obst und verleiht ihm seine süßen Eigenschaften. Nachdem du ein Stück Obst gegessen hast erreicht dieses deinen Darm, in dem der Zucker extrahiert wird. Anschließend wird dieser mithilfe eines Transporteiweiß in die Blutbahn gebracht. Die Kapazität dieses Transporters ist jedoch begrenzt, weshalb jeder Mensch nur eine bestimmte Menge an Fructose verträgt. Bei etwa einem Drittel aller Menschen in Deutschland ist diese Kapazität jedoch besonders gering und sie vertragen nur äußerst kleine Mengen an Fruchtzucker und erleben Beschwerden, sobald sie diese Grenze überschreiten. Die gleichzeitige Aufnahme von sogenannten Zuckeralkoholen wie zum Beispiel Sorbitol senkt die Verträglichkeit von Fructose zusätzlich, sodass die Symptome intensiver werden. Sorbitol ist in vielen „zuckerfreien“ Produkten wie Kaugummis, Bonbons oder Diät-Cola enthalten.

Zöliakie

Die entzündliche Darmerkrankung Zölliakie ist gemeinhin auch unter dem Namen „Glutenallergie“ oder „Glutenintoleranz“ bekannt. Bei betroffenen Menschen kommt es nach der Aufnahme des Klebereiweiß Gluten zu einer fälschlichen Immunreaktion, die unangenehme Symptome wie Bauchschmerzen und Durchfall hervorruft. Gluten steckt in vielen Getreidesorten und somit auch in einem Großteil der weiterverarbeiteten Getreideprodukte wie Brot, Nudeln oder Kuchen. Bisher besteht die einzige Therapieform für Zölliakie in der gezielten Vermeidung von glutenhaltigen Lebensmitteln.

Histaminintoleranz

Beim Vorliegen einer Histaminintoleranz reagiert der Körper auf erhöhte Mengen an Histamin, einem Botenstoff und Gewebshormon. Er kommt auf ganz natürliche Weise in unserem Körper vor, ist jedoch auch Bestandteil vieler Lebensmittel. Werden nun durch letztere zu große Mengen des Stoffes aufgenommen kommt es zu Symptomen wie Hautrötung, Kopfschmerzen und Übelkeit. Abhilfe schafft hier eine angepasste Ernährung sowie gegebenenfalls die Gabe von Enzympräparaten.

Was sind die Symptome möglicher Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Die Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sind hochindividuell und decken ein breites Spektrum an Anzeichen ab. Am häufigsten sind jedoch Magen-Darm Beschwerden von einfachen Bauchschmerzen und Übelkeit über Durchfall bis hin zum Erbrechen. Es können jedoch auch Kopfschmerzen oder typische Allergiesymptome wie Niesen, eine laufende Nase und Hautausschlag auftreten. Das ausschlaggebende Merkmal liegt jedoch darin, dass diese Symptome nach dem Genuss eines bestimmten Nahrungsmittels auftreten.

Wie kann man Nahrungsmittelunverträglichkeit testen?

Wenn du häufiger das Gefühl hast, dich nach der Aufnahme eines bestimmten Lebensmittels unwohl zu fühlen oder gar konkrete Symptome einer Lebensmittelunverträglichkeit zu zeigen, dann kannst du dich gezielt darauf selbst darauf testen oder testen lassen.

H2-Atemtest

Beim H2-Atemtest, auch Wasserstoffatemtest genannt, können verschiedene Erkrankungen des Darmsystems ermittelt werden. Er wird auch gerne zur Diagnose verschiedener Kohlenhydratunverträglichkeiten wie Fructose oder Laktoseintoleranz eingesetzt. Bei beiden Unverträglichkeiten wandert der jeweilige Zucker vom Dünndarm unverdaut in den Dickdarm, wo er von der Darmflora unter der Freisetzung von Wasserstoff zersetzt wird. Dieser fällt eigentlich im menschlichen Stoffwechsel nicht an und kann daher sehr gut nachgewiesen werden. Wenn nach der Aufnahme eines fructose- oder laktosehaltigen Präparats die Wasserstoffkonzentration in der Atemluft ansteigt, ist dies ein Zeichen für eine mangelnde Verarbeitung des Kohlenhydrats im Dünndarm und somit für eine entsprechende Nahrungsmittelunverträglichkeit. Insgesamt dauert so ein H2-Atemtest meist zwischen zwei und vier Stunden, wobei etwa alle 20 Minuten eine Atemprobe zur Messung des H2-Gehalts genommen wird. In den zwölf Stunden vor dem Test sollte außer Wasser keine Lebensmittel oder Getränke mehr aufgenommen werden.

Laktoseintoleranz-Test

Eine mögliche Laktoseintoleranz kann auch durch die Betrachtung der Blutzuckerwerte getestet werden. Diese Form des Tests ist eine Alternative zum Wasserstoff-Atemtest. Liegt bei einem Menschen keine Intoleranz gegenüber Laktose vor, so kann diese in seinem Dünndarm in Glukose und Galaktose gespalten werden. Entsprechend findet sich nach der Aufnahme von Milchprodukten ein leichter Anstieg in den Glukosewerten im Blut. Bei Betroffenen von Laktoseintoleranz hingegen ist nach der Aufnahme von Milchprodukten kein Anstieg der Glukosewerte im Blut zu erkennen. Solche ein Bluttest dauert circa zwei Stunden. In der Regel steigt der Glukosewert in diesem Zeitraum nach der Aufnahme der Laktose um mehr als 20mg/dl im venösen Blut, liegt dieser Wert bei maximal 10mg/dl, dann kann von einer Laktoseintoleranz ausgegangen werden.

Zöliakie-Test / Glutenunverträglichkeit

Beim Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit sollte ein entsprechender Zöliakie-Test durchgeführt werden. Dazu wird eine Blutprobe entnommen und im Labor auf bestimmte Immunglobuline untersucht. Bei diesen handelt es sich um Antikörper, die sich jeweils gegen das Endomysium (EmA) und die Transglutaminase (Anti-TG) richten.Transglutaminase findet sich in der Darmschleimhaut und ist ein Enzym, das das im Gluten enthaltene Glutamin verwertet. Liegt eine Zöliakie vor, dann bildet der Körper Antikörper die dieses Enzym behindern. Sie zirkulieren im Blut und sind dort nachweisbar. Zöliakie geht generell häufig mit einem Immunglobulin-Mangel einher. Wird ein solcher festgestellt, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Person an einer Glutenunverträglichkeit leidet. Mithilfe des Zöliakie-Bluttests können etwa ein Dreiviertel aller Gutenunverträglichkeiten entdeckt werden.

Mittlerweile gibt es auch Zöliakie-Selbsttests für zuhause, bei denen ein Bluttropfen mit einer Reagenzflüssigkeit vermischt und anschließend mithilfe eines Testpapiers ausgewertet wird. Anhand eines Farbumschlags lässt sich das Ergebnis schon nach wenigen Minuten erkennen.

Nahrungsmittelunverträglichkeit: In der Praxis oder Zuhause testen?

Solltest du den Verdacht haben selbst an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu leiden, dann kannst du zunächst einen ganz einfachen Selbsttest machen. Dafür musst du lediglich deine Ernährung dokumentieren und erfassen, nach der Aufnahme welcher Lebensmittel du Symptome zeigst. Verzichtest du anschließend auf diese und spürst keine Symptome mehr, hast du vermutlich deine Unverträglichkeit gefunden.

Häufig ist es jedoch schwer, die Ernährung so genau zu beobachten, weshalb nur geprüfte Testverfahren in der Arztpraxis eine hundertprozentige Sicherheit bringen können.

Welche Anbieter für Nahrungsmittelunverträglichkeit-Selbsttests gibt es?

Die einzigen Nahrungsmittelunverträglichkeitstests für zuhause sind Bluttests, bei denen du einen Tropfen deines Blutes mithilfe des Testkits analysierst. Hierbei ist es wichtig, die Anweisungen und Vorschriften genau zu befolgen um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Einige Bluttestanbieter übernehmen die Analyse auch für dich, hier musst du lediglich eine Blutprobe einschicken.

Lykon

Der Deutsche Anbieter Lykon bietet einen umfangreichen Bluttest auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten an. Die Auswertungsdauer beträgt nur ein bis drei Tage und als Ergebnis gibt es einen ausführlichen Ergebnisbericht.

Cerascreen

Der ebenfalls Deutsche Anbieter cerascreen wertet deinen Bluttest in nur ein bis zwei Tagen aus und schickt dir parallel zu deinen Ergebnissen auch Handlungs- und Ernährungsempfehlungen mit.

Medivere diagnosics

Medivere diagnostics arbeitet mit zertifizierten Laboren in Deutschland zusammen und testet in fünf bis sieben Tagen deine Blutprobe auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Behandlung einer Nahrungsmittelunverträglichkeit

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können am einfachsten durch eine Umstellung des Essverhaltens behandelt werden. Wenn dem Körper die auslösenden Stoffe nicht zugeführt werden, kommt es nicht zu Symptomen und Beschwerden. Eine andere Art der Behandlung ist die Einnahme von Enzympräparaten, die den Körper mit den notwendigen Enzymen zur Verarbeitung der entsprechenden Lebensmittel versorgt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Unverträglichkeit, Allergie und Intoleranz?

Auch wenn die Symptome auf den ersten Blick ähnlich sein können, wird in der Fachwelt zwischen einer Unverträglichkeit, auch Intoleranz genannt, und einer Allergie auf ein bestimmtes Lebensmittel unterschieden. Liegt eine Allergie gegen einen bestimmten Nahrungsbestandteil vor, dann erkennt der Körper diesen fälschlicherweise als gefährlich und es kommt zu einer allergischen Reaktion, wie zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden, Juckreiz oder Niesattacken. Eine Intoleranz hingegen hat ihren Ursprung meist in der begrenzten Fähigkeit des Darms, bestimmte Bestandteile von Lebensmitteln richtig zu verdauen.

Fazit

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist unangenehm und führt besonders bei Nicht-Erkennung zu immer wiederkehrenden Symptomen. Solltest du den Verdacht haben, dass bei dir eine solche Unverträglichkeit oder gar Allergie vorliegt, kannst du dich ganz einfach selbst testen oder testen lassen, um ein eindeutiges Ergebnis zu erlangen. Nur dann kann die Unverträglichkeit behandelt oder zumindest die Ernährung umgestellt werden.

Tipp: Tests von Lykon